BCBS 239 – “Das betrifft uns nicht, das ist nur für die Großen!”

So denken viele Vorstände in kleineren Instituten, Sparkassen und Volksbanken. Das Argument mit den großen, (global und national) systemrelevanten Banken ist zwar richtig (noch!), es ist jedoch erklärte Absicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im Rahmen der MaRisk-Novelle 2015 „selektiv sinnvolle Prinzipien des BCBS 239 auf alle deutschen Institute zu konkretisieren und proportional zu übertragen“ (BCBS 239: Grundsätze für die effektive Aggregation von Risikodaten und die Risikoberichterstattung, Basler Ausschuss für Bankenaufsicht, Januar 2013). Hiermit wäre eine direkte Betroffenheit zweifelsfrei gegeben.

Wann diese Novelle kommt ist noch unbekannt (die Konsultation hat noch nicht begonnen), genauso wie die Umsetzungsfristen. Es ist allerdings davon auszugehen, dass im Rahmen von Prüfungen der Fortschritt bei der Umsetzung überwacht wird.
Sparkassen und Volksbanken sehen zum Teil ihre Verbände sowie ihre Informatikdienstleister in der Pflicht und warten fürs Erste deren Reaktion und Angebote ab. Dabei geht viel Zeit verloren, welche sinnvoll genutzt werden kann.

Es gibt viele Aktivitäten, welche in den Häusern auch vor der Kodifizierung von BCBS 239 in die MaRisk sinnvoll gestartet werden können, Beispiele hierfür sind die kritische Durchleuchtung der Prozesse zur Risikoberichterstattung, die Etablierung von Data Governance-Strukturen sowie die Steigerung der Datenqualität.
Es gibt viel zu tun, sprechen Sie uns an!

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