RiMaGo unterstützt nach Fusionen im Bankenumfeld die fachliche Konsolidierung von IKT-Assetmanagement, Risikomanagement sowie Vertrags- und Drittparteienmanagement. Die Harmonisierung von Assetstrukturen, Taxonomien, Bewertungslogiken und Anforderungen aus Business Continuity Management, Datenschutz und Informationssicherheit schafft die Grundlage für eine konsistente, steuerungsfähige und prüfungssichere Risikosicht.
Fusionen sind im Bankenumfeld ein etabliertes Instrument zur strategischen Weiterentwicklung – getrieben durch Effizienzsteigerungen, Konsolidierungsdruck und regulatorische Anforderungen aus MaRisk und DORA.
Während die technische Integration von Systemen in der Regel strukturiert geplant und umgesetzt wird, zeigt sich die entscheidende Herausforderung erst im Anschluss:
die fachliche Konsolidierung von Governance-, Risikomanagement- und Steuerungsstrukturen.
Unterschiedliche Risikoverständnisse, Bewertungslogiken, IKT‑Assetmanagement-Strukturen und Governance-Modelle treffen aufeinander und verhindern ohne gezielte Harmonisierung eine konsistente, institutseinheitliche Steuerung.
Warum RiMAGo während und nach einer Fusion relevant ist
RiMaGo bildet die zentrale Plattform für das integrierte Risikomanagement und die GRC-Steuerung im Institut.
Dort werden das IKT-Assetmanagement, Risikomanagement (inkl. Kontrollen und Maßnahmen) und das Vertrags- und Drittparteienmanagement zentral zusammengeführt:
Damit ist RiMaGo die Single Source of Truth für regulatorisch relevante Steuerungsinformationen.
Nach einer Fusion entscheidet die fachliche Konsolidierung darüber, ob eine integrierte Risikosicht entsteht oder inkonsistente Daten und Logiken die Steuerung beeinträchtigen.
Konkreter Handlungsbedarf in RiMaGo nach einer Fusion
IKT-Assetmanagement konsolidieren
Nach einer Fusion müssen unterschiedliche IKT-Assetstrukturen zusammengeführt werden. Klassifikationen und Abhängigkeiten sind zu vereinheitlichen und redundante sowie widersprüchliche Datenbestände zu bereinigen. Erst ein konsistentes IKT-Assetmanagement bildet die Grundlage für ein DORA konformes IKT-Risikomanagement und für eine belastbare Ableitung von Abhängigkeiten und Risiken.
Risikomanagement, Bewertungslogiken und Resilienzanforderungen harmonisieren
- Vereinheitlichung von Schadensklassen und Eintrittswahrscheinlichkeiten
- Abstimmung von Taxonomien (einheitliche Klassifikation von Risiken, Assets und Prozessen)
- Integration unterschiedlicher Bewertungsansätze in ein gemeinsames Risikomodell
- Einbindung von BCM-Anforderungen (z. B. Kritikalität, RTO/RPO) in die Risikobewertung
- Berücksichtigung von Informationssicherheitsrisiken (ISM) als integraler Bestandteil des Risikomanagements
- Betrachtung des Verzeichnisses der Verarbeitungstätigkeiten und der Datenschutzfolgeabschätzungen
Ohne ein gemeinsames Risikoverständnis – das etablierte Risikokategorien mit Anforderungen aus Business Continuity Management, Datenschutzmanagement und Informationssicherheitsmanagement integriert – fehlt die Grundlage für eine konsistente, steuerungsfähige und prüfungssichere Gesamtbetrachtung des IKT-Assetmanagement und der Risikolage.
Vertrags- und Drittparteienmanagement integrieren
Im Zuge einer Fusion müssen Auslagerungen und Dienstleister zusammengeführt und Vertragsstrukturen sowie Klassifizierungen vereinheitlicht werden. Drittparteienrisiken sind konsistent zu bewerten und zu steuern. Insbesondere im Kontext von DORA ist eine transparente und nachvollziehbare Abbildung externer Abhängigkeiten aufsichtsrechtlich zwingend erforderlich und kein optionaler Qualitätsaspekt.
Governance und Verantwortlichkeiten neu ausrichten
Eine Fusion erfordert eine klare Definition und Abgrenzung von Rollen wie Risk Owner oder Asset Owner. Zuständigkeiten und Entscheidungslogiken müssen vereinheitlicht und Berechtigungs- sowie Zugriffskonzepte angepasst werden. Ein konsistentes Governance Modell stellt sicher, dass Risikomanagementprozesse wirksam umgesetzt, gesteuert und gegenüber Aufsicht und Prüfung nachvollziehbar vertreten werden können.
Typische Herausforderungen in der Praxis
In der Praxis zeigen sich wiederkehrende Muster:
Fazit: Die fachliche Integration entscheidet über den Erfolg
Die technische Fusion ist lediglich die Voraussetzung.
Der eigentliche Erfolgsfaktor liegt in der fachlichen Integration der Steuerungslogik, insbesondere in den Bereichen Governance, Risikomanagement, Bewertungslogiken und Resilienzanforderungen aus BCM, Datenschutzmanagement und Informationssicherheitsmanagement.
Erst durch diese Harmonisierung wird RiMaGo zu dem, was es sein soll:
eine integrierte, prüfungssichere und steuerungsfähige GRC-Plattform.
Unterstützung durch die WG-DATA
Unser Risikomanagement unterstützt Sie gezielt bei der fachlichen Konsolidierung von RiMaGo vor, während und nach Fusionen. Unser Fokus liegt dabei auf einem integrierten, regulatorisch belastbaren Risikomanagement.
- Harmonisierung von Risikomanagement und Bewertungslogiken
- Integration von BCM, DSM und ISM in ein konsistentes Risikomodell
- Konsolidierung von IKT‑Assetmanagement und IKT‑Assetstrukturen
- Strukturierung und Bewertung von Vertrags- und Drittparteienrisiken
- Aufbau klarer Governance- und Verantwortlichkeitsstrukturen
Ergebnis:
Ein durchgängig steuerungsfähiges, konsistentes und prüfungssicheres GRC-System
Sie stehen vor einer Fusion oder müssen RiMaGo im Nachgang fachlich konsolidieren?
Sprechen Sie uns an! Wir unterstützen Sie dabei, eine stabile, regulatorisch belastbare und zukunftsfähige GRC-Struktur aufzubauen.
Ihre Ansprechpartner
Jörn Stenvers
Partner
Risiken und Compliance
joern.stenvers@wg-data.de
FAQs
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Warum wird RiMaGo im Fusionskontext wichtig?
RiMaGo fungiert als zentrale Plattform für integriertes Risikomanagement und GRC-Steuerung. Es vereint zentrale Bereiche wie IKT-Assetmanagement, Risikomanagement sowie Vertrags- und Drittparteienmanagement in einer gemeinsamen Datenbasis. Dadurch entsteht eine einheitliche Sicht auf regulatorisch relevante Informationen, die insbesondere nach einer Fusion entscheidend für die Steuerbarkeit ist
Was passiert ohne fachliche Integration in RiMaGo nach einer Fusion?
Ohne fachliche Integration entstehen inkonsistente Datenstrukturen und unterschiedliche Bewertungslogiken, die eine einheitliche Risikosicht verhindern. Dies führt dazu, dass Steuerungsentscheidungen auf uneinheitlichen Grundlagen basieren. Die Folge ist eine eingeschränkte Steuerbarkeit und ein erhöhtes Risiko für das Institut, insbesondere im regulatorischen Kontext.
Welche Aufgaben entstehen im IKT-Assetmanagement nach einer Fusion?
Nach einer Fusion müssen bestehende IKT-Assetstrukturen zusammengeführt werden. Dazu gehört die Vereinheitlichung von Klassifikationen und Abhängigkeiten sowie die Bereinigung redundanter oder widersprüchlicher Datenbestände. Erst ein konsistentes Assetmanagement ermöglicht eine belastbare Analyse von Risiken und Abhängigkeiten und erfüllt regulatorische Anforderungen.
Was bedeutet „Single Source of Truth“ im Kontext von RiMaGo?
„Single Source of Truth“ bedeutet, dass alle relevanten Steuerungsinformationen zentral in einer Plattform zusammengeführt werden. In RIMAGO entsteht dadurch eine einheitliche Datenbasis für Risikomanagement, Assetmanagement und Governance. Diese zentrale Sicht erhöht Transparenz, reduziert Inkonsistenzen und ermöglicht fundierte Entscheidungen.
Welche Rolle spielen BCM und Informationssicherheit im RiMaGo-Kontext?
Business Continuity Management und Informationssicherheit sind integrale Bestandteile eines ganzheitlichen Risikomanagements. Sie werden in die Risikobewertung eingebunden, um die Kritikalität von Prozessen, Wiederanlaufzeiten und sicherheitsrelevante Aspekte zu berücksichtigen. Dadurch entsteht eine umfassende und realistische Einschätzung der Risikolage.
Warum reicht die technische Integration bei Bankenfusionen nicht aus?
Die technische Integration von Systemen wird in der Regel strukturiert geplant und umgesetzt, bildet jedoch nur die Grundlage. Die eigentliche Herausforderung liegt in der fachlichen Konsolidierung von Governance-, Risikomanagement- und Steuerungsstrukturen. Ohne diese Harmonisierung bleiben Unterschiede bestehen, die eine einheitliche Steuerung des neuen Instituts verhindern und langfristig Risiken verursachen.