22.10.2026

bit-Compliance im GRC-Management: Warum Daten und fachliche Umsetzung zusammengehören

Eine Sparkasse führt bit-Compliance ein. Die PPS-Prozesslandkarte wurde übernommen, Anwendungen und Risiken sind erfasst. Bei der Bewertung fällt auf: Eine Anwendung unterstützt mehrere Geschäftsprozesse, ihre Bedeutung für die jeweiligen Risiken ist aber nicht durchgängig hinterlegt. Das fiktive Beispiel zeigt: Datenübernahme allein schafft keine belastbare Bewertungsgrundlage.

bit-Compliance: GRC-Aufgaben in einer Lösung verbinden

IKS

Geschäftsprozesse mit Risiken und Kontrollen verknüpfen.

Strukturanalyse

Informationsverbund mit Objekten und Beziehungen abbilden.

Bewertung

Schutzbedarfe und Risiken strukturiert betrachten.

Entscheidend ist nicht nur, dass diese Informationen vorhanden sind, sondern wie nachvollziehbar sie fachlich miteinander verknüpft sind.

Strukturen übernehmen und nutzen

In bit-Compliance können Prozesse unter anderem mit folgenden Bereichen verknüpft werden:

  • IKT-Assetmanagement
  • Informationssicherheit
  • Notfallmanagement / BCM
  • Datenschutzmanagement
  • Drittparteienmanagement
  • IT-Betrieb
  • Benutzerverwaltung und Berechtigungen inkl. SoD

Im IKS lassen sich Geschäftsprozessen beispielsweise Anwendungen, Verträge und IT-Systeme zuordnen sowie Risiken und Kontrollen dokumentieren.

Wichtig: Die Dokumentation erleichtert den Einstieg. Ob Zuordnungen und Verantwortlichkeiten den tatsächlichen Abläufen entsprechen, muss jedoch fachlich geprüft werden.

Datenqualität im laufenden Betrieb sichern

Auch nach der Einführung bleibt die fachliche Pflege entscheidend. Ändern sich Anwendungen, Prozesse oder Zuständigkeiten, müssen Informationen und Bewertungen angepasst werden. Andernfalls verlieren dokumentierte Zusammenhänge an Aussagekraft.

Modulübergreifende Bewertungen ermöglichen

Ein Geschäftsprozess ist sowohl für das IKS als auch für die Informationssicherheit relevant und dieses aus unterschiedlichen Blickwinkeln. Im IKS stehen Risiken und Kontrollen im Vordergrund, in der Informationssicherheit unter anderem Anwendungen, IT-Systeme und Schutzbedarfe. bit-Compliance bietet Verknüpfungen zwischen Modulen und Objekten des Informationsverbundes.

Entscheidend ist ihre Aussagekraft: Unterstützt eine Anwendung mehrere Prozesse, müssen die betroffenen Fachbereiche diese Abhängigkeit erkennen und bei ihren Bewertungen berücksichtigen. Die Verknüpfung allein ersetzt keine fachliche Abstimmung.

DORA-Anforderungen fachlich einordnen

DORA verlangt in Artikel 8 unter anderem, IKT-gestützte Funktionen, Informations- und IKT-Assets sowie relevante Abhängigkeiten zu identifizieren und zu dokumentieren. Ein bestehender Informationsverbund kann dafür Informationen liefern, ersetzt aber nicht automatisch das erforderliche IKT-Assetmanagement.

Die in bit-Compliance erfassten Prozesse, Anwendungen und IT-Systeme können helfen, solche Abhängigkeiten darzustellen.

Wo steht Ihre bit-Compliance-Umgebung heute?

Vier Fragen für einen kurzen Selbstcheck:
  • Sind Prozesse, Anwendungen und IT-Systeme nachvollziehbar zugeordnet?
  • Sind Verantwortlichkeiten fachlich geklärt?
  • Werden Änderungen auch in den Bewertungen berücksichtigt?
  • Funktionieren die Verknüpfungen zwischen den Modulen fachlich, nicht nur technisch?

Planen Sie eine Einführung oder Migration nach bit-Compliance? Oder möchten Sie eine bestehende Umgebung besser nutzen? Entscheidend ist, ob Ihre Datenbestände, Bewertungen und Modulverknüpfungen eine verlässliche Grundlage für die Arbeit der Fachbereiche bilden.

WG-DATA analysiert mit Ihnen den fachlichen Handlungsbedarf, priorisiert Verbesserungen und begleitet deren Umsetzung. Das reduziert Nacharbeiten, verbessert die Nachvollziehbarkeit von Bewertungen und hilft, das Potenzial von bit-Compliance auszuschöpfen.

Sie planen die Einführung oder Migration nach bit-Compliance oder möchten Ihre bestehende Umgebung optimieren? Sprechen Sie uns an. WG-DATA unterstützt Sie von der fachlichen Vorbereitung über die Umsetzung bis zur gezielten Weiterentwicklung.

FAQs ▼

bit-Compliance unterstützt Governance-, Risiko- und Compliance-Aufgaben in verschiedenen Modulen. Im Internen Kontrollsystem (IKS) lassen sich Geschäftsprozesse mit Risiken und Kontrollen verknüpfen. Die Strukturanalyse bildet den Informationsverbund mit seinen Objekten und Beziehungen ab und unterstützt Schutzbedarfs- und Risikobewertungen. Für belastbare Bewertungen sind nachvollziehbare Zuordnungen und einheitliche Bewertungsgrundlagen entscheidend.

Eine reine Datenübernahme schafft noch keine belastbare Bewertungsgrundlage. Sind Prozesse, Anwendungen und Risiken zwar erfasst, ihre tatsächlichen Abhängigkeiten aber nicht vollständig hinterlegt, bleiben fachlich relevante Zusammenhänge unklar. Darum muss geprüft werden, ob Zuordnungen und Verantwortlichkeiten den realen Abläufen entsprechen. Gerade wenn eine Anwendung mehrere Geschäftsprozesse unterstützt, müssen diese Abhängigkeiten bei den jeweiligen Bewertungen berücksichtigt werden.

bit-Compliance verknüpft Module und Objekte des Informationsverbundes miteinander. Ein Geschäftsprozess kann beispielsweise sowohl für das IKS als auch für die Informationssicherheit relevant sein. Im IKS stehen Risiken und Kontrollen im Vordergrund, in der Informationssicherheit unter anderem Anwendungen, IT-Systeme und Schutzbedarfe. Unterstützt eine Anwendung mehrere Prozesse, müssen die betroffenen Fachbereiche diese Abhängigkeit bei ihren Bewertungen berücksichtigen. Die technische Verknüpfung ersetzt dabei keine fachliche Abstimmung.

Die in bit-Compliance erfassten Prozesse, Anwendungen und IT-Systeme können helfen, relevante Abhängigkeiten abzubilden. Artikel 8 DORA verlangt unter anderem, IKT-gestützte Funktionen, Informations- und IKT-Assets sowie relevante Abhängigkeiten zu identifizieren und zu dokumentieren. Ein bestehender Informationsverbund kann dafür wichtige Informationen liefern. Er ersetzt jedoch nicht automatisch das erforderliche IKT-Assetmanagement.

Ein zentraler Fehler ist, übernommene Daten und vorhandene Verknüpfungen bereits als ausreichende Bewertungsgrundlage anzusehen. Zuordnungen und Verantwortlichkeiten müssen fachlich geprüft werden und den tatsächlichen Abläufen entsprechen. Ändern sich Anwendungen, Prozesse oder Zuständigkeiten, müssen auch die zugehörigen Informationen und Bewertungen aktualisiert werden. Außerdem ersetzen modulübergreifende Verknüpfungen nicht die notwendige Abstimmung zwischen den beteiligten Fachbereichen.

WG-DATA unterstützt bei der fachlichen Vorbereitung, Umsetzung und Weiterentwicklung von bit-Compliance. Dazu gehören die Begleitung von Einführungen und Migrationen, die Prüfung bestehender Daten und Bewertungen sowie die Optimierung der fachlichen Nutzung. Gemeinsam wird der Handlungsbedarf analysiert, Verbesserungen werden priorisiert und bei der Umsetzung begleitet. Ziel sind nachvollziehbare Bewertungen, weniger Nacharbeiten und eine bessere Zusammenarbeit zwischen den Fachbereichen.