Im Rahmen der vielen regulatorischen Anforderungen sind das Auslagerungsmanagement und die Dienstleister-Steuerung ein absolutes Fokusthema – insbesondere bei in- und externen Prüfungen.
Dabei ergeben sich u.a. folgende Herausforderungen und Aufgaben:
- Hohe Anforderungen an das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem beim Dienstleistermanagement (inklusive für Weiterverlagerungen)
- Erstellung einer Kosten-Nutzen-Analyse für jeden Dienstleister (DL)
- Ausführliche und klare Vertragsgestaltung mit konkreter Leistungsbeschreibung und Vereinbarung von Servicelevel Agreements (Nutzung von Vertragsmustern)
- Implementierung eines wirksamen Überwachungsprozesses der vom Auslagerungsunternehmen erbrachten Dienstleistung
- Implementierung bzw. Anpassung des Auslagerungsmanagement-Prozesses/ der Dienstleistersteuerung
- Überprüfung der schriftlich fixierten Ordnung (sfO) auf Umsetzung der regulatorischen Anforderungen und ggf. Anpassung dieser (z.B. als Folge der SITB-Dokumentation)
- Überprüfung der Risikobewertung im Hinblick auf die Einstufung wesentlicher oder nicht wesentlicher Auslagerungen
- Überprüfung des Business Continuity Managements mit notfallrelevanten Dienstleistern inklusive aufeinander abgestimmter Notfallkonzepte
- Erstellung des Informations- und Auslagerungsregisters und Meldepflicht an die BaFin
WG-DATA folgt bei der Unterstützung dem nachfolgend skizzierten ganzheitlichen Betrachtungsansatz:
WG-DATA ist zeitnah handlungsfähig und unterstützt die Institute unter dem herrschenden massiven Zeitdruck mit einem praxiserprobten 4-Stufen-Ansatz:
- Strukturierter Abgleich der schriftlich fixierten Ordnung mit der geltenden Regulatorik („Health Check / Reifegradbestimmung“)
- Schließung der Lücken in der schriftliche fixierten Ordnung („Umsetzungsunterstützung“)
- Überprüfung der praktischen Umsetzung der schriftlich fixierten Ordnung in der Ablauf- und Aufbauorganisation unter besonderer Berücksichtigung der erforderlichen Kontrollhandlungen („Prüfungsvorbereitung“ und „Audit-Coaching“)
- Schließung der Lücken in der Ablauf- und Aufbauorganisation („Prozessoptimierung“)
Unsere Projektteams inklusive Project Office sind als Task Forces darauf spezialisiert, die Lücken in kurzer Zeit aufzudecken, zu priorisieren und zu schließen.
FAQs
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Was versteht man unter Auslagerungs-management?
Auslagerungsmanagement bezeichnet die systematische Steuerung und Überwachung von ausgelagerten Geschäftsprozessen und externen Dienstleistern, um Risiken zu minimieren, Compliance-Vorgaben einzuhalten und eine gleichbleibend hohe Servicequalität sicherzustellen.
Welche Vorteile bietet ein strukturiertes Auslagerungs-management?
Ein strukturiertes Auslagerungsmanagement gewährleistet Compliance-Sicherheit, reduziert Risiken, verbessert die Steuerung externer Dienstleistungen, erhöht Transparenz und Nachvollziehbarkeit und erleichtert die Vorbereitung auf interne und externe Prüfungen.
Welche typischen Fehler treten im Auslagerungs-management auf?
Häufige Fehler sind unklare Vertragsregelungen, fehlende Servicelevel-Vereinbarungen, unzureichende Risikobewertungen, mangelnde Überwachung, fehlende Notfallpläne und nicht gepflegte Auslagerungsregister. Diese führen zu Compliance-Verstößen und erhöhtem Risiko für das Unternehmen.
Was ist ein Auslagerungsregister?
Ein Auslagerungsregister erfasst alle ausgelagerten Prozesse und Dienstleistungen, ihre Risiken sowie die Verantwortlichkeiten. Es dient der transparenten Dokumentation, erleichtert die interne Kontrolle und unterstützt die Meldung an Aufsichtsbehörden wie die BaFin.
Was sind wesentliche und nicht wesentliche Auslagerungen?
Wesentliche Auslagerungen betreffen kritische Geschäftsprozesse mit hoher Auswirkung auf das Unternehmen, erfordern intensive Kontrolle und direkte Meldung an die Aufsichtsbehörden. Nicht wesentliche Auslagerungen haben geringere Auswirkungen und werden weniger streng überwacht.
Welche Aufgaben umfasst die Dienstleister-Steuerung?
Sie umfasst die Auswahl von Dienstleistern, Vertragsgestaltung, Definition von Serviceleveln, Überwachung der Leistungserbringung, Risikobewertung, Pflege von Auslagerungsregistern und Sicherstellung von Notfall- und Kontinuitätsplänen.
Warum ist die Dienstleister-Steuerung für Unternehmen wichtig?
Die Steuerung von Dienstleistern ist wichtig, um regulatorische Anforderungen zu erfüllen, Vertragsziele durchzusetzen, Risiken zu kontrollieren und Ausfallrisiken kritischer Geschäftsprozesse zu minimieren. Sie sichert zudem die Transparenz und Nachvollziehbarkeit externer Leistungen.
Welche Rolle spielen Servicelevel Agreements (SLAs) im Auslagerungs-management?
SLAs definieren die erwartete Leistung des Dienstleisters, messbare Qualitätsstandards und Reaktionszeiten. Sie sind zentral für die Kontrolle der Dienstleisterleistung, helfen bei der Risikominimierung und bilden die Basis für vertragliche Sanktionen bei Nichteinhaltung.