Künstliche Intelligenz entwickelt sich zunehmend von einem Innovationsthema zu einer konkreten Managementaufgabe. Entsprechend investieren immer mehr Unternehmen in Schulungen, Weiterbildungsprogramme und neue KI-Anwendungen.
In Gesprächen mit Banken und Sparkassen beobachten wir jedoch immer wieder dieselbe Herausforderung: Sobald es um die Einführung von KI geht, wird vor allem darüber gesprochen, wie Beschäftigte den Umgang mit der Technologie lernen können. Deutlich seltener steht die Frage im Mittelpunkt, ob überhaupt die Voraussetzungen geschaffen wurden, damit KI sinnvoll arbeiten kann.
Eine KI ist nur so gut wie die Informationen, die sie findet
Wenn über KI gesprochen wird, stehen häufig Modelle, Anwendungsfälle oder Prompting-Techniken im Fokus. Die eigentliche Grundlage wird dabei übersehen:
Kann die KI überhaupt auf die Informationen zugreifen, die sie für gute Ergebnisse benötigt?
Oftmals sind Informationen über Netzlaufwerke, SharePoint-Strukturen, Mitarbeiterportale, Fachanwendungen und Prozessdokumentationen verteilt. Das Wissen ist vorhanden, aber nicht immer leicht auffindbar. Die Folge: Hohe Erwartungen treffen auf ernüchternde Ergebnisse.
Bevor Teammitglieder produktiv mit KI arbeiten können, müssen die Informationen strukturiert, auffindbar und zugänglich sein. Nur dann kann die Technologie ihr Potenzial entfalten.
Wer diesen Schritt überspringt, investiert später viel Energie in Schulungen und wundert sich trotzdem über geringe Nutzungsquoten.
Warum Wissen allein noch keine Veränderung bewirkt
Viele Institute haben inzwischen Schulungen und Weiterbildungsprogramme etabliert. Das notwendige Wissen über KI ist damit häufig vorhanden. Dennoch wird das Potenzial im Arbeitsalltag vielerorts noch nicht ausgeschöpft.
Unser Experte Gordon Bell formuliert es treffend:
„Wissen allein verändert noch keine Arbeitsweise. Viele Mitarbeitende verstehen durchaus, was KI leisten kann. Die eigentliche Herausforderung beginnt danach: Wie wird aus Wissen eine Gewohnheit?“ – Gordon Bell
Neue Technologien konkurrieren immer mit bestehenden Routinen und Menschen werden ihr Verhalten nicht automatisch ändern, weil eine neue Anwendung verfügbar ist. Entscheidend ist, ob ein konkreter Nutzen im Arbeitsalltag spürbar wird.
Die zentrale Frage die Führungskrähe früh beantworten müssen lautet deshalb:
Welchen konkreten Mehrwert bietet KI meinen Mitarbeitenden?
Lernen wird erst durch Anwendung wirksam
„Die meisten Menschen lernen nicht durch Zuhören, sondern durch eigenes Erleben“ – Robert Liebtrau.
Erst wenn jemand erlebt, dass ein guter Prompt tatsächlich Zeit spart, eine Recherche vereinfacht wird oder den Einstieg in ein komplexes Thema erleichtert, wird aus einer theoretischen Möglichkeit ein Werkzeug für den Arbeitsalltag.
Klassische Schulungen vermitteln Grundlagen und schaffen Sicherheit im Umgang mit neuen Werkzeugen. Ein fester Platz im Arbeitsalltag entwickelt sich jedoch erst dann, wenn das Gelernte unmittelbar ausprobiert und in konkreten Situationen genutzt werden kann.
Hier stoßen viele klassische Formate an ihre Grenzen. Sie fördern Verständnis, führen aber nicht automatisch zu neuen Routinen. Diese entwickeln sich erst durch die regelmäßige Nutzung in der Praxis.
Von der Schulung zur KI-Expedition
Unsere KI-Expedition entstand aus der Überzeugung, dass nachhaltiges Lernen mehr braucht als reine Wissensvermittlung. Denn wer KI langfristig einsetzen soll, braucht die Möglichkeit eigene Erfahrungen zu sammeln und die Gelegenheit, konkrete Anwendungsfelder für die eigene Tätigkeit kennenzulernen.
Über verschiedene Formate – von Quiznights über praktische Prompting-Aufgaben bis hin zu interaktiven Workshops – sammeln die Teilnehmenden bei der KI-Expedition daher eigene Erfahrungen und entwickeln konkrete Ideen für ihren Arbeitsalltag.
Der Nutzen entsteht dabei nicht durch einzelne Module oder Inhalte. Vielmehr geht es darum, dass Anwenderinnen und Anwender selbst erleben, wie KI ihre tägliche Arbeit unterstützen kann. Diese persönlichen Erfahrungen schaffen Vertrauen und bilden die Grundlage für eine langfristige Nutzung der Technologie.
Erfolgreiche KI-Einführung beginnt zwischen Technik und Mensch
Viele Organisationen beschäftigen sich entweder mit der Technologie oder mit der Befähigung der Anwender. Die eigentliche Herausforderung liegt jedoch dazwischen.
Eine KI kann nur dann Mehrwert schaffen, wenn sie auf relevante Informationen zugreifen kann. Gleichzeitig entsteht ihr Nutzen erst, wenn die Mitarbeitenden Vertrauen in die Technologie entwickeln und sie dauerhaft im Arbeitsalltag integrieren.
Deshalb betrachten wir KI bei der WG-DATA weder als reines IT-Projekt noch als reines Schulungsprojekt. Erfolgreiche KI-Einführung bedeutet, technische Voraussetzungen zu schaffen, Wissen aufzubauen und gleichzeitig praktische Erfahrungen zu ermöglichen.
Ihr Ansprechpartner
Jan Vollmann
Partner
Prozessmanagement
jan.vollmann@wg-data.de
Ihr Ansprechpartner
Gordon Bell
Manager
Prozessmanagement
gordon.bell@wg-data.de
Ihr Ansprechpartner
Robert Liebtrau
Senior Consultant
Prozessmanagement
robert.liebtrau@wg-data.de